Artikel 38 DV (Wahl und Stellung der Abgeordneten)

Artikel 38 DV (Wahl und Stellung der Abgeordneten)
 
(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter ihrer politischen Parteien und Gruppierungen.

(2) Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.

(3) Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz.
 
Quelle: Demokratiereform – Anstöße zu einer ordnungspolitischen Diskussion, Unternehmerinstitut (UNI) e.V., Berlin, Bonn 1995, Seite 90
 
Diskussion: Querdenkerforum - Dein Wille geschehe - Wählen wie ein mündiger Bürger

Artikel 38 DV (Wahl und Stellung der Abgeordneten)

Durch diese Textänderung erhalten die Abgeordneten endlich auch offiziell diejenige Stellung, die sie tatsächlich seit langem einnehmen, nämlich Ver­treter bestimmter Parteien zu sein, die sich ihrerseits als Vertreter von Tei­len des Volkes verstehen. Abgeordnete sind also nur mittelbare Vertreter des Volkes. Unmittelbar vertritt sich das Volk selbst. Im übrigen wird es vom Bundespräsidenten repräsentiert. Der oben aufgezeigte Widerspruch im Grundgesetz ist damit aufgehoben.

Quelle: Kommentar zur vorgeschlagenen Änderung aus Demokratiereform – Anstöße zu einer ordnungspolitischen Diskussion, Unternehmerinstitut (UNI) e.V., Berlin, Bonn 1995, Seite 90